Der Anfang

Mit 20 Jahren habe ich die Ausbildung zur FaBe/K begonnen und nach drei Jahren erfolgreich beendet. Schon in dieser Zeit habe ich oft Kinder getragen, meist in einer Tragehilfe, welche schon damals nicht den besten Ruf hatte. Jedoch war uns in dieser Zeit wenig darüber bekannt, dass es große Unterschiede in der Qualität von Tragehilfen gibt. Ich habe dann als Gruppenleiterin in zwei anderen Kitas gearbeitet bevor ich wieder zu meiner «Ausbildungs-Kita» zurückgekehrt bin.

Das Tragen meiner eigenen Kinder

Mein Mann beim Tragen unserer ersten Tochter 2013 wenige Stunden nach ihrer Geburt

Im November 2013 bekam ich mein erstes Tochterkind. Nach dem Kaiserschnitt war ich nicht sofort wieder im Stande zu laufen, also hat die Hebamme das Tochterkind meinem Mann an den Bauch gebunden. Und Schwupps….war sie ein Tragebaby. Mein Mann fand es recht lästig, immer den Kinderwagen mitzunehmen und so war auch er eher ein Fan des Tragens. Ich habe mir dann ein Tragetuch gekauft und ein weiteres geschenkt bekommen. Ein wenig später habe ich mir dann noch einen „Ring Sling“ gekauft. Meine Tochter erlebte beides – sie war oft im Kinderwagen wurde aber auch oft getragen. Einige Zeit später kam dann ein „Ergobaby“ dazu. Nach einer Weile ging es dann wieder zum Arbeiten in die Kita, Tochterkind war immer mit dabei.

Für mich ist das Tragen nicht mehr wegzudenken

Im Juni 2016 kam dann unsere zweite Tochter zur Welt. Vor Geburt habe ich mir einen „Flip Babysize“ zugelegt, da ich von Freundinnen nur positives gehört hatte. Meine zweite Tochter wurde von Anfang an getragen und wir genießen es bis heute. Im Laufe der Zeit wollte ich noch mehr, etwas Neues, und entschied mich bei einer Freundin den „Luemai“ zu Testen. Diesen empfand ich als sehr bequem und habe dann prompt entschlossen, einen „Luemai“ zu erwerben (was sich nicht unbedingt als leichtes Unterfangen entpuppte). Seit ich nun meinen gewünschten „Luemai“ zu Hause habe ist er für mich nicht mehr weg zu denken. Er hilft uns beim Einschlafen, beim Zahnen, bei Krankheit und auch beim Haushalten und spazieren gehen. wenn meine Kleine auf dem Rücken ist habe ich immer zwei Hände frei und kann mich meiner großen Tochter widmen, welche auch sehr genießt, dass sie so etwas mit mir unternehmen kann und ich sie auch festhalten kann. In der letzten Zeit sind noch ein paar Tücher dazu gestoßen, welche ich auch – je nach Situation – oft benutze. Irgendwie hat mich das Tragefieber richtig gepackt und ich werde mir sicherlich noch mehr Tücher zulegen.

Da ich mich durch meine Kinder oft mit dem Tragen auseinandergesetzt habe, habe ich mich entschlossen einen Trageberatungskurs zu machen um mein Wissen auch offiziell weiter geben zu können. Ich freue mich sehr, vielen Tragewilligen Eltern helfen zu dürfen, sei es mit der richtigen Bindetechnik oder wenn es darum geht, eine „Traumtragehilfe“ zu finden.