Der Mensch ist von Natur aus ein Tragling. Im Gegensatz zu anderen Säugetieren kommt der Mensch ohne die Fähigkeit der autonomen Fortbewegung zur Welt. Bereits bei den Jägern und Sammlern spielte daher das Tragen von Kindern eine entscheidende Rolle. Vor tausenden von Jahren ermöglichte das Tragen von Kindern den Müttern, ihren täglichen Beitrag zum Überleben der Sippe in Form von Arbeit zu leisten und gleichzeitig eine sichere, starke Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Heute ist es nicht anders.  Getragene Kinder spüren die Wärme und den Pulsschlag des Tragenden und fühlen sind in der schaukelnden Bewegung des Tragenden zurück in den Mutterleib versetzt- wohlig, warm und geborgen. Eine weitere evolutionsbiologische Funktion des Tragens ist der Schutz der Kinder vor Gefahren. Getragene Kinder fühlen sich sicherer und schreien weniger.
Nein! Ein Kind kann man nicht mit Liebe, Wärme oder mit Nähe zu stark verwöhnen, denn diese Zuwendungen gehören zu den Grundbedürfnissen eines jeden Kindes. Das Stillen dieser Grundbedürfnisse ist für eine gesunde körperliche und psychische Entwicklung des Kindes elementar. Ein Kind brauch Nähe, um sich entfalten zu können, Liebe braucht es um zu gedeihen und Wärme um sich beschützt zu fühlen.
Nicht Jede Tragehilfe passt zu jedem Tragenden oder zu jedem Tragling. Grundsätzlich gibt es aber ein paar Punkte die man beachten sollte.

  1. Der Steg sollte verstellbar sein
  2. Die Tragehilfe sollte aus Tragtuchstoff sein
  3. Es macht Sinn, sich beraten zu lassen (z.B. von einer Trageberaterin)
  4. Die Tragehilfe sollte unbedingt getestet werden, um Fehlkäufe zu vermeiden
Auch beim Tragetuch sind die Bedürfnisse unterschiedlich. Bei den einen sind die Farbe und die Musterung das Wichtigste, bei anderen das Material. Es gibt Tücher, welche sich z.B. nur für kleine Babys eignen und wiederum andere, welche sich eher für grössere Kinder eignen. Auch hier gilt: fragt lieber eure Trageberaterin oder den Verkäufer, sie werden euch sicherlich sehr gerne beraten und weiterhelfen.
Das ist abhängig vom Herstellungsland, der Marke und der Materialzusammensetzung (Blend). So sind beispielsweise Tücher, die in der Schweiz hergestellt und von Hand gewoben sind, um einiges teurer, als jene aus z.B. Südamerika.
Das Tragen von Kindern kann das Familienleben auf unterschiedliche Arten positiv beeinflussen. Zum Einen unterstützt es die psychische und körperliche Entwicklung des Kindes. Darüber hinaus hilft der enge Körperkontakt beim Tragen die Bindung zwischen Kind und Mutter / Vater zu vertiefen. Besonders Väter können durchs Tragen am Bindungsprozess mit dem Neugeborenen teilhaben, Verantwortung übernehmen und die Mutter entlasten. Durch das Tragen des Kindes wird es dem Elternteil vereinfacht, alltäglichen Arbeiten nachzugehen und die Hände auch mal für die Geschwister frei zu haben.
Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Je nach Verwendungszweck und persönlichen Vorlieben sind beide Trageweisen gleichermassen zu empfehlen.
Rückenschmerzen beim Tragen sollten grundsätzlich nicht auftreten. Sie sind oft ein Hinweis darauf, dass die Tragetechnik optimiert werden muss. Eine Trageberatung kann ihnen helfen, eine schonende Trageform für sie und ihr Kind zu finden.
Wenn ihnen die Idee, ihr Kind zu tragen gefällt, lohnt es sich eine Trageberatung zu machen. So können sie schnell und unkompliziert zur für sie richtigen Tragemethode gelangen (ohne Fehlkäufe zu machen). Das Erlernen praktischer Bindetechniken und die durch eine Trageberatung erworbene Sicherheit im Tragen lohnen sich auf alle Fälle.
Meiner Meinung nach empfiehlt es sich erst nach der Geburt eine Trageberatung zu machen. Erst dann ist es möglich, die Anatomie und die Reaktion des Kindes in die Beratung miteinzubeziehen. Falls sie schwanger sind und gleichzeitig tragen, kann eine Trageberatung dabei helfen, die Trageweise ihres ersten Kindes im Hinblick auf die Schwangerschaft zu optimieren.
Grundsätzlich ja. Es gibt aber Kinder, die das Stillen ausserhalb des Tragetuchs / der Tragehilfe bevorzugen.
Die Temperatur des Nackens des Kindes ist ein guter Indikator für dessen Körpertemperatur. Ist der Nacken schwitzig/nass hat das Kind zu heiss. Ist der Nacken kalt, friert das Kind. Gleichzeitig ist aber auch eine regelmässige Überprüfung der Temperatur der Extremitäten wichtig, da diese schneller gefährdet sind, auszukühlen, als der Rest des Körpers.
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